Unsere Angebote

Angebote der Fachberatungsstellen JADWIGA für Betroffene von Menschenhandel und Zwangsheirat.

 


Unser interkulturelles Team von JADWIGA München und Nürnberg bietet Beratung in folgenden Sprachen an: Deutsch, Englisch, Spanisch, Bulgarisch, Serbo-Kroatisch, Rumänisch, Ungarisch, Russisch, Polnisch, Französisch und Arabisch.

Im Erstgespräch informieren wir Betroffene über ihre Rechte, bieten unsere Hilfe an und klären, was die Klientin im Moment braucht. Während des Beratungsprozesses unterstützen wir Betroffene dann, eine Zukunftsperspektive für sich zu entwickeln und begleiten Frauen bei Bedarf auch über einen längeren Zeitraum.


Wir unterstützen Klientinnen bei allen Fragen zu amtlichen Dokumenten und bei der Beantragung sozialer Leistungen.

Wir unterstützen Klientinnen bei Behördengängen und klären aufenthaltsrechtliche Fragen.

Wir vereinbaren Arzttermine oder Psychotherapie und begleiten die Frauen auf Wunsch.

Wir vermitteln Sprach- oder Schulbildung.

Wenn möglich begleiten wir Frauen im Integrationsprozess.

Wir begleiten Zeuginnen zu polizeilichen und gerichtlichen Aussagen.


Bei Verdacht auf Menschenhandel oder Zwangsprostitution können städtische Stellen (Anmeldung, Gesundheitsberatung für Prostituierte) unsere mehrsprachigen JADWIGA- Beraterinnen hinzuziehen.

Auf Wunsch von betroffenen Frauen vereinbaren wir einen gesonderten Termin zum Einzelgespräch und helfen Frauen in Zwangslagen, einen Ausweg in ein selbstbestimmtes Leben zu finden.


Bei Anzeichen von Menschenhandel wird die Fachberatungsstelle JADWIGA von Sozialdiensten in der Haft, Polizei etc. einbezogen und kann eine Besuchserlaubnis erhalten. In der Untersuchungs- und Abschiebehaft können Betroffene von Menschenhandel beraten werden, die bisher noch keine Unterstützung erhielten.


Wenn dies gebraucht wird, organisieren wir für Klientinnen geschützten Wohnraum und sorgen dafür, dass sie grundlegende Dinge wie Kleidung, Essen etc. erhalten.


Die Beraterinnen von JADWIGA suchen regelmäßig mehrere Einrichtungen für Geflüchtete (Erstaufnahme, Ankerzentren) auf. Im Rahmen von Frauenveranstaltungen (JADWIGA-Frauencafé) identifizieren wir Betroffene von Menschenhandel und Betroffene von Zwangsverheiratung und bieten Einzelberatung an.

Wir leisten Präventionsarbeit und informieren in Gruppengesprächen die geflüchteten Frauen, damit sie hier in Deutschland und im Umfeld der Einrichtungen nicht auf betrügerische Angebote von Menschenhändlern eingehen.

Nach der Identifikation unterstützen wir Betroffene von Menschenhandel in ihrem Asylverfahren und informieren sie über ihre Rechte innerhalb der Verfahren.


Falls sich die Klientin dafür entscheidet, unterstützt JADWIGA sie bei der Organisation ihrer Rückreise ins europäische Heimatland, auch bei der Neubeschaffung von Ausreisepapieren.

Wir nehmen auf Wunsch Kontakt zu Hilfsorganisationen im Heimatland auf, die die Klientin nach ihrer Rückkehr betreuen und nach Möglichkeit über Wohnangebote, Therapie und Reintegrationsangebote verfügen.

Es ist uns sehr wichtig, dafür Sorge zu tragen, dass es den Klientinnen nach ihrer Rückkehr im Heimatland gut geht und sie in Sicherheit sind. Denn sie sind gefährdet, erneut in die Fänge der MenschenhändlerInnen zu gelangen.

Unsere Arbeit endet jedoch nicht mit den Rückführungen. Wir bleiben über einen längeren Zeitraum mit die Klientinnen und den unterstützenden Organisationen in Kontakt. Es kommt häufig vor, dass die Klientinnen nach Deutschland zurückkehren müssen, wenn sie als Zeuginnen in einem Strafverfahren zur Aussage geladen werden. In solchen Fällen organisieren wir die Wiedereinreisen zum Prozess und die Rückreisen in die Heimatländer. Wir unterstützen und begleiten die Klientin bei den Strafverfahren.


Als Fachberatungsstelle geben wir unser Wissen an andere soziale Einrichtungen und Behörden weiter und sensibilisieren diese für den Umgang mit Betroffenen von Menschenhandel und Zwangsheirat und deren spezifische Problemlagen.

JADWIGA bietete auf Anfrage Fachvorträge zum Thema Menschenhandel und Zwangsheirat an.

Aktuelle Veranstaltungen waren:


Projektbesuch im Juni 2019. Foto: © Stop dem Frauenhandel gGmbhProjektbesuch im Juni 2019. Foto: © Stop dem Frauenhandel gGmbhÜber unserem Träger STOP dem Frauenhandel engagieren wir uns mit dem Projekt Florika in der Präventions­arbeit in Osteuropa (Bulgarien).

Darüber hinaus sind wir in Zusammen­arbeit mit den lokalen NGOs zur Bekämpfung des Menschen­handels aus Rumänien an verschiedenen Präventions- und Informations­aktivitäten in Rumänien beteiligt. Auf diese Weise wollen wir den Kampf gegen den Menschen­handel in einem der wichtigsten Herkunfts­länder für Opfer dieses Verbrechens verstärken und damit die Fälle von Frauen­handel in Deutschland verringern.