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Vorwort
Menschenhandel, bei uns, hier in Bayern
und das im 21. Jahrhundert?
Für viele Menschen ist es schockierend und schwer zu glauben, dass dies Verbrechen an Frauen tatsächlich verübt wird und bittere Gegenwart ist. Frauen werden gekauft und verkauft wie Ware. Ihre Gutgläubigkeit, ihr Vertrauen und ihre Not werden skrupellos ausgenützt.
In unserer Arbeit erleben wir täglich, wie zerstörerisch es für die Frauen ist, der Willkür und Gewalt von Zuhältern, Freiern aber auch Arbeitgebern ausgeliefert zu sein. Vor allem über die Polizei und soziale Einrichtungen können wir mit den Frauen in Kontakt. Nur wenigen Frauen gelingt eine Flucht.
Zunächst leiden die meisten Frauen psychisch und physisch an den Folgen. Umso beeindruckender ist es für uns in der Beratung zu erleben, dass die sie ihren Lebensmut nicht verloren haben. Wir unterstützen sie darin, ihr Leben aktiv zu gestalten. Frauen, die in ihr Heimatland zurückkehren, vermitteln wir Hilfen vor Ort. In den letzten Jahren konnten wir vielen Frauen helfen, ihrem Leben eine gute Wende zu geben. Die Schicksale der Frauen sind oftmals erschütternd. Umso mehr freuen wir uns über die Erfolge unserer Arbeit.
Im letzten Jahr hatten wir einen sehr deutlichen Anstieg vor allem im Bereich der Hilfe für Opfer von Zwangsprostitution und bei der Zwangsverheiratung. Diese Entwicklung erfüllt uns mit Sorge.
Unsere Arbeit wird von vielen Menschen getragen, in der Politik und in den Kirchen, wir erhalten Unterstützung durch viele private Spender. Dafür danken wir allen unseren Förderern und Unterstützern sehr herzlich!
Gleichzeitig bitten wir Sie, uns weiter Rückhalt zu geben, gerade auch finanziell. Ohne private Zuwendungen können wir unsere Hilfe für die Frauen, die ja in unserem Land in Not geraten sind, nicht leisten. Wir sind dringend auf Spenden angewiesen!

Juliane von Krause
Geschäftsführerin STOP dem Frauenhandel gGmbH

Monika Cissek-Evans
Leiterin der Fachberatungsstellen JADWIGA
Vorjahresberichte
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